NONNAHÚS

Nonnahús

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Der Schriftsteller

Der Schriftsteller Nonni - Pater Jón Sveinsson

Jón Sveinsson, Nonni genannt, war im vergangenen Jahrhundert einer der bekanntesten isländischen Schriftsteller. Er begeisterte junge und alte Leser weit und breit mit seinen Erzählungen von der abenteuerlichen Welt seiner Kindheit auf Island. Nonnis Lebenslauf war ausergewöhnlich. 

Nonni wurde am 16. November 1857 in Möðruvellir in Hörgárdalur geboren und wuchs dort bis zu seinem 7. Lebensjahr auf. Seine Eltern waren angesehene Leute und erzogen ihre Kinder im christlichen Glauben.

Im Jahre 1865 zog Nonni mit seinen Eltern nach Akureyri um, wo sein Vater vier Jahre später starb. Es waren schwere Zeiten und es war seiner Mutter nicht möglich, auf Dauer für sich und ihre Kinder zu sorgen.

 Nonni ging 1870 ins Ausland, als ein französischer Adliger anbot, ihm seine Ausbildung in Frankreich zu finanzieren. Wegen des Krieges, der in Europa tobte, hielt er sich ein Jahr lang in Dänemark auf, wo er als Schüler des Jesuitenkollegs in Ordrup sich zum katholischen Glauben bekehrte. Er reiste weiter nach Frankreich und liess sich in die Lateinschule in Amiens einschreiben. Sein jüngerer Bruder Ármann, Manni genannt, kam 1873 nach Frankreich und lernte in derselben Schule. Manni starb mit 23 Jahren.

 Nach Beendigung der Lateinschule, wurde Nonni 1878 in den Jesuitenorden aufgenommen. Er studierte fünf Jahre lang Literatur, Philosophie und Theologie, in Frankreich, Belgien und Holland. In England studierte er in den Jahren 1888–1892 Theologie und erhielt dort die Priesterweihe. Er kehrte nach Ordrup zurück, wo er 20 Jahre lang unterrichtete. Mit 55 beendete er seine Tätigkeit als Lehrer aus gesundheitlichen Gründen und begann, die Nonnibücher zu schreiben.  Als freier Schriftsteller hielt er etwa 5.000 Vorträge in verschiedenen Teilen der Welt.

 Die meisten seiner Bücher, die  auf seinen Erlebnissen als Junge in Island basieren, schrieb Nonni in deutscher Sprache. Der Herder Verlag in Freiburg hat seine Bücher veröffentlicht, das erste wurde 1906 verlegt, Seine 12 Bücher wurden in etwa 40 Sprachen übersetzt, u.a. ins Japanische, Chinesische und Baskische.

 

Nonni besuchte Island im Jahre 1894 und später, 1930, dann als eingeladener Gast der Regierung zur Tausendjahrfeier des Alþings. Bei diesem Besuch wurde ihm die Würde des Ehrenbürgers von Akureyri verliehen. 

 

Im Alter von achtzig Jahren machte er eine Weltreise und hielt sich dabei ein Jahr in Japan auf. Nonni starb 1944 in Köln und wurde im Melaton Friedhof beigesetzt.

 

 

 

 

 

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